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Der aktuelle Newsletter

 

 
Newsletter Nr. 42 vom 4. Dezember 2019

 

Liebe Leserinnen und Leser! Neue Dinge werfen ihre Schatten voraus: Wir sind gerade dabei, eine gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH) zu gründen. Gesellschafter sind Ralf Busch (Leiter Fanprojekt Berlin), Michael Gabriel (Leiter Koordinationsstelle Fanprojekte), Alesja Belanovich-Petz, Iryna Serdyuk (beide arbeiten als Dolmetscherinnen und Projektmanagerinnen schon lange mit uns zusammen), Peter Liesegang und Ingo Petz, (Gründer von Fankurve Ost - Fußball-Fankultur in der Offenen Gesellschaft). Dies leitet eine neue Etappe in unserer Aktivität ein, die wir in den kommenden Wochen umstrukturieren und neu ausrichten werden. Wir werden uns bei Zeiten mit näheren Informationen zurückmelden. Das bedeutet auch: Dies ist der vorerst letzte Newsletter. Und: Bis jetzt war der DRA e.V. der Träger unseres Projektes. Diese Zusammenarbeit unter dem Dach des DRA kommt jetzt zu einem Ende.
Beim DRA und seinem Team möchten wir uns für die Zusammenarbeit bedanken, die auch dazu geführt hat, dass wir unser Tätigkeitsfeld erweitern konnten. Überhaupt war dies eine wahnsinnig bewegende Zeit: mit unzähligen Seminaren und Workshops, vielen tollen Leuten, die wir kennen lernen durften. An dieser Stelle auch Dank an das Fanprojekt Berlin, mit denen wir von Beginn an zusammenarbeiten, an die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), die uns mit allen Kräften unterstützt, an alle Fanprojekte, Vereine, Medien, Initiativen, Faninitiativen und Referenten, die immer bereitwillig ihr Wissen mit uns geteilt haben. Dank an n-ost, mit denen wir während der WM in Russland kooperiert haben. Danke an die Institutionen und Stiftungen, die uns immer wieder unter die Arme gegriffen haben; insbesondere an das Auswärtige Amt, das unser Projekt maßgeblich finanziert. Wir kommen (bald) wieder!


Auch diese letzte Ausgabe haben wir wieder prall gefüllt mit Informationen rund um den Fußball in Osteuropa: In Russland berichten wir von den ominösen Festnahmen von Spartak-Fans vor dem Spiel gegen Zenit Sankt Petersburg. Zudem werfen wir einen Blick auf den Spielfilm, der zu Ehren des 90. Geburtstags des legendären Torhüters Lev Jaschin gerade in die russischen Kinos kam. In der Ukraine ist ein Artikel erschienen, der sich eingehend mit den Fanszenen des Landes beschäftigt. Und in Belarus wird gerätselt, wer beim EM-Qualifikationsspiel Deutschland - Belarus für das Verbot der alten Staatssymbole von Belarus im Stadion von Mönchengladbach verantwortlich war. Zu guter Letzt berichten wir von unserem Spezialseminar, das wir im Rahmen eben jenes EM-Qualispiels organisiert haben.


Viel Vergnügen bei der Lektüre!

 
RUSSLAND
 

Scharfes Vorgehen gegen Spartak-Fans beim Klassiker
Vergangenes Wochenende kam es in der russischen Premjer Liga zum Klassiker zwischen Zenit Sankt Petersburg und Spartak Moskau. Das brisante Spiel verlor die Mannschaft des deutschen Trainers Domenico Tedesco mit 0:1. Vor dem Spiel war es allerdings zu zahlreichen Verhaftungen von Spartak-Fans gekommen. Die Polizei war anscheinend auch durch die Bars und Kneipen von Petersburg gezogen und hatte Leute, die eine Moskauer Registrierung im Pass hatten, verhaftet. Die Zeitung SovSport hat sich die Mühe gemacht, mit einem Anhänger der Rot-Weißen über die ominösen Vorgänge zu sprechen. Der Interviewte nennt sich Albert und betreibt den Spartak-Telegrammkanal "Ich bin unterwegs". Was ist also passiert in Petersburg? Die Antwort von Albert: "Ich werde gleich sagen, dass sie mich nicht festgenommen haben. Ich bin erst am Tag des Spiels in die Stadt geflogen. Aber ich möchte darüber sprechen, was beim Spiel zwischen den Jugendmannschaften Spartak und Zenit passiert ist. Unsere Fans verließen gerade das Stadion in der 75. Minute, um sich ihren Angelegenheiten zu widmen. Und anscheinend gab es eine Art Befehl „von oben“, dass irgendwer eingesperrt werden muss. Deshalb nahm die Polizei die ersten sechs Fans einfach mit und sperrte sie ein. Jeder hätte an ihrer Stelle sein können - sie haben einfach eine Jagd auf uns erklärt." Nächste Frage: "Was ist jetzt mit den Häftlingen? Wurden sie freigelassen? - Die Angaben sind absolut widersprüchlich und stammen aus verschiedenen Quellen. Jemand schreibt, dass die Jungs bereits freigelassen wurden, jemand sagt, dass sie noch bei der Polizei sind. Ich habe erst kürzlich die 28. Abteilung angerufen und dort erfahren, dass alle Inhaftierten auf den Prozess warten. Mein Freund Kirill ist auch da. Übrigens verlor er dadurch die ,goldene Saison´ (Anm. d. Red.: Bezeichnung für Fans, die alle Spiele ihres Vereins besuchen) - er kam nicht zum Match." Und weiter: "Das heißt, es gibt keine Rechtfertigung für die Inhaftierungen? Ich sammle jetzt Informationen Stück für Stück. Mit der Mehrheit der Inhaftierten besteht keine Verbindung. Die gesamte Operation wurde nicht nur von der Polizei, sondern auch von den Mitarbeitern des Zentrums zur Bekämpfung des Extremismus geleitet. Die Mitarbeiter des Zentrums „E“ luden die Fans ein, ein paar Minuten im Auto zu reden. Es gab kein "Gespräch" und die Leute wurden einfach zur Polizei gebracht." Zum Schluss will der Interviewer wissen, was weiter passieren wird. Antwort: "Die Muttern werden angezogen. Und mit der Einführung des Fan-ID wird sich die Situation nur noch verschlechtern. Der Staat sagt viel darüber aus, wie alles reibungslos bei uns läuft, wie man einen Fanpass einreicht, aber in der Tat sind wir Fans in regionalen Stadien und auch in Moskau ständig mit menschenunwürdigem Verhalten konfrontiert. Ich bin ein vernünftiger Mensch und glaube nicht an Verschwörungstheorien, aber vielleicht ist dies eine große politische Provokation, um die Einführung des FAN-ID zu rechtfertigen und die höheren Interessen von Beamten der RFU, des Innenministeriums und anderer Strukturen durchzusetzen."



Legende ohne Seele
Von außen betrachtet glaubt man ja manchmal, dass ohne Putin in Russland gar nichts geht. Bei diesem Filmprojekt allerdings war das anscheinend tatsächlich so. Im Oktober dieses Jahres wäre der legendäre russisch-sowjetische Torwart Lev Jaschin 90 Jahre alt geworden. "Die schwarze Spinne" starb bereits 1990 an Magenkrebs. Pünktlich zu den Feierlichkeiten ist in Russland nun auch ein Spielfilm über Jaschins Leben erschienen. Titel: "Lev Jaschin. Torhüter meiner Träume." Den Trailer gibt es HIER zu sehen. Das Portal Sports.ru hat sich den Film, der am 28. November in die Kinos kam, angeschaut. Im Beitrag heißt es, dass der Film bereits für das Jahr 2010 geplant gewesen sei, aber immer wieder verschoben wurde. Bis sich eben der Präsident höchstpersönlich dem Projekt angenommen hat. So heißt es: "Filmfirmen zeigten Interesse an dem Thema, nachdem Russland das Recht auf die WM 2018 erhalten hatte (dies geschah im Dezember 2010); - Sie begannen im Frühjahr 2013 ernsthaft über den Film zu sprechen, als Wladimir Putin die Idee kommentierte. Der Präsident beantwortete die Frage nach der Notwendigkeit einer Biografie des großen Torhüters während eines Live-Auftritts im Fernsehen: „Der Wunsch, einen Film über Jashin zu drehen, hängt wahrscheinlich mit dem Hype zusammen, der im Zusammenhang mit dem Film über Kharlamov, „Legende Nr. 17 “, entstand. Im Film ging es nicht nur um Kharlamov, sondern auch um herausragende Trainer, die unser Team so gemacht und eine solche Person großgemacht haben. Aber Jashin ist auch eine unserer Legenden. Ein Film über eine solche Person wäre gefragt. Ich werde darüber nachdenken." Putin dachte darüber nach, und zwar schnell: "Fünf Tage später, am 30. April, befahl Putin der Regierung, bis zum 1. Juli über Dreharbeiten nachzudenken." Entsprechend wurde das Projekt vom Kulturministerium lanciert und zumindest anfinanziert. Im Artikel heißt es weiter: "Das Geld reichte immer noch nicht aus: Das Kulturministerium stellte nur für die Postproduktion 60 Millionen Rubel zur Verfügung. Aber der frühere Premierminister und Dynamo-Fan Sergey Stepashin unterstützte den Film - er holte bekannte Geschäftsleute in das Projekt, die weitere 300 Millionen zur Verfügung stellten; - Wegen des Mangels an stabiler Finanzierung ist der Plan mit der Veröffentlichung der Weltmeisterschaft im Jahr gescheitert. Die Premiere wurde für das Jahr 2019 bekannt gegeben, aber bis zum runden Datum - dem 90. Jahrestag von Jashin (22. Oktober) - gelang die Fertigstellung nicht." Bis drei Tage vor dem Kinostart, so heißt es, sei noch an dem Film gearbeitet worden. Zum Inhalt: Der Film erzählt fast das ganze Erwachsenenleben des legendären Torhüters. Gespielt wird er von dem 31-jährigen Schauspieler Aleksandr Fokin, der so zu seiner ersten Filmrolle überhaupt kam. Sports.ru kritisiert, dass der Film eine besonders wichtige Episode im Leben Jashins auslässt: Die Verleihung des Goldenen Balls im Jahr 1963. Jashin ist bis beute überhaupt der einzige Torhüter, der den Preis für den Weltfußballer erhalten hat. Darüber hinaus zeigt sich der Verfasser des Artikels auch nicht sonderlich begeistert von dem Film: "Das Problem des Films ist ein anderes. Es ist wie Wikipedia, trockene Fakten, die in ein Video übersetzt wurden. Wenn man Jashins Biografie zumindest halbwegs kennt, macht es keinen Sinn, in den Film zu gehen: Man lernt nichts Neues. Wenn man die Biografie nicht kennt, gibt es auch keinen Grund: Lesen Sie Wikipedia und sparen sich zwei Stunden." Zudem kritisiert der Beitrag das seelenlose Szenarium, die durchschnittliche Arbeit der Schauspieler und die klischeebeladene Kameraführung. 
Auch das Portal Sportsdaily.ru zeigt sich von dem Film wenig begeistert: "Der Film beantwortet nicht die Hauptfrage: Warum war Lev Jashin so gut? Warum respektierte ihn die ganze Fußballwelt? Wenn er wirklich großartig war, warum und wie kam es dazu? Für welche Eigenschaften nannte man ihn die "Schwarze Spinne" oder den "Schwarzen Panther"?"
Auch die Novaja Gazeta hat sich den lang erwarteten Film angeschaut. Sie urteilt: "Leider retten einige erfolgreiche Momente und die sorgfältige Rekonstruktion der Ära des großen Fußballs diesen zerrissenen Fernsehfilm nicht mit einer Fülle von Slogans in den Dialogen. Darüber hinaus trägt Hollywood-Musik zur aufgeladenen Atmosphäre bei: Sie bereitet die richtige Wahrnehmung des bevorstehenden Moments vor: Hier werden wir uns Sorgen machen, jetzt werden wir berührt. Der Gang des Torhüters auf das Feld wird von Trompeten begleitet, die lyrische Szene wird von Geigen untermalt. Tränen in den Augen der Frau, Regen auf dem Feld - der große Torwart verabschiedet sich von seinem Tor. Die ältere Generation mag den Film vielleicht, wie das Fernsehrating verrät. Jungen Leuten sagen die Namen von Jashin, Khomich, Beskov wenig. Daher hätte man sich auf die Qualität des Films verlassen sollen, nicht auf die Treue zu den Fakten."



Veles will Zusammenarbeit mit Brauseprojekt
Der Moskauer Fußballverein "Veles" wurde 2016 gegründet. Der Klub gehört einer Einzelperson, wird über Privatinvestitionen finanziert, was immer noch eine Ausnahme in Russland ist. "Veles" hat sich der sportlichen Entwicklung des Fußballs in seiner Heimat verschrieben. Aktuell spielt er in der dritthöchsten Klasse des Landes, in der PFL, Gruppe West. Dort führt der Verein die Tabelle dominant an, was im kommenden Jahr den Aufstieg in die FNL bedeuten könnte. Sportsdaily.ru hat mit dem Inhaber und Präsidenten des Vereins gesprochen, mit dem Geschäftsmann Jevgenij Schilenkov. Hier ein paar Auszüge aus dem Interview: 

"Für Russland sind private Fußballprojekte wie Veles noch selten. Warum ist das nach Ihrer Meinung so?
- Die Antwort scheint mir ganz einfach zu sein: Solange es in Russland unmöglich sein wird, vom Sport zu profitieren, wird es kein privates Kapital geben. Schließlich gibst du Geld aus, aber am Ende hast du keine Chance, es zurückzubekommen. Ich muss das Budget mit meinem Geld auffüllen. Und hier geht es nicht darum, wie viel man verdient, sondern wie viel man letztlich verliert. Und es ist das Ziel, diese Verluste zu minimieren. Und hier geht es nicht nur um die PFL und FNL - in der RPL gibt es die gleiche Situation. Dort entschädigen große Vereinssponsoren einen Teil der Ausgaben, der Rest lebt auf eigene Kosten. Daher war diese Besetzung in Russland zunächst unrentabel. Menschen, die kein Interesse daran haben, mit einem Fußballverein zu spielen, auch wenn sie Geld haben, davon zu überzeugen, ist schwierig und sinnlos. Wir müssen nach denen suchen, die ihn lieben, und nach denen, die dies als Monetarisierung ansehen.

Wie kann man die Situation verändern?
- Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass man es ändern kann, wenn man durch die Gründung eines Privatclubs nicht indirekt, sondern direkt mit einer Marke zusammenarbeitet. Die Gründung eines Clubs ist ein PR-Projekt, wie es beispielsweise Red Bull tut. Dann hat man die Monetarisierung sowohl von den Aktivitäten des Clubs selbst als auch von der Marke, zu der der Club gehört. Dank dieser Kreuzung erhält man mehr Loyalität und Geld. Jetzt arbeite ich tatsächlich an der Möglichkeit einer Partnerschaft mit Marken - der Gründung eines eigenen Fußballclubs, der auf unseren Werten basiert. Wir arbeiten bereits mit Red Bull zusammen. Sie sind Partner unserer Heimspiele und nehmen von Zeit zu Zeit an unseren anderen Projekten teil. Ich weiß, dass sie sich für den russischen Markt interessieren und den Wunsch haben, ihr Franchise zu erweitern. Es wäre großartig, wenn unsere Zusammenarbeit fortgesetzt werden und Veles Teil der Red Bull-Familie würde. Ich würde mich nur freuen."

 
UKRAINE 


"Der Krieg hat die Szenen verändert"
Andri Senkiv, der bereits an mehreren unserer Veranstaltungen teilgenommen hat, beschäftigt sich in einem längeren Recherchestück für das Portal Tribuna mit den Fanszenen in der Ukraine. In thematischen Blöcken versucht er Licht in die Organisationsstrukturen der Ultras zu werfen, in die Finanzierung von Pyro-Shows und Choreograhien, in die verabredeten Schlägereien zwischen verfeindeten Fangruppen oder in die Vorwürfe des Rassismus, mit der sich ukrainische Ultras immer wieder konfrontiert sehen. Wer sich mit den Szenen der Ukraine auskennt, wird in dem Artikel nicht viel Neues erfahren. Aber für den normalen Leser dürfte er durchaus eine aufklärerische Wirkung haben. In einem Kapitel beschäftigt sich Senkiv mit der Frage, inwieweit der Krieg die Szenen des Landes verändert habe. Er schreibt: "Karpaty ist stark zurückgefallen - die Ältesten hörten auf, in den Sektor zu gehen, und die Jugend handelten ohne Initiative. Noch schlimmer ist die Situation für die Fans von Zorya und Shakhtar, die seit dem Beginn des Krieges in der gesamten Ukraine verstreut sind. ´Jetzt fahren wir einfach, schauen Fußball, trinken Bier", erklärt Anatoly, ein Zorya-Fan. "Wir können uns das leisten - es besteht keine Notwendigkeit, sich bei Gefahr in Form zu halten. Es gibt keine Konkurrenz, alle lieben sich, alle haben zusammen gekämpft. Die Prioritäten haben sich verschoben. Niemand ist bereit, das Leben an die Bewegung anzupassen. Die einzige normale Szene ist derzeit die von Dinamo. Der Rest hat eine Krise. Man musste nicht miteinander konkurrieren, es gab früher Rivalen und Freunde, aber jetzt sind alle Pokerspieler geworden. Die Bewegung befindet sich im Koma - bei uns, bei Shakhtar, bei Vorskla. Für mich ist es jetzt wichtiger, wie die Mannschaft spielt und vorher war es das, was die Szene ausgemacht hat. Die Fans wähnten sich im Zentrum der Welt und des Fußballs, und die Mannschaft war zweitrangig.“



Verband fordert Untersuchungen gegen frühere Präsidenten
In den vergangenen Newslettern berichteten wir über die Football Leaks-Recherchen des Spiegel, nach denen die Uefa rund 380 Millionen Euro unwissentlich auf ein Konto des Unternehmens Newport Management Limited überwiesen hat. Die Gelder waren für den ukrainischen Fußballverband bestimmt, landeten aber ominöserweise auf dem Konto des Unternehmens, das aus den Jungfraueninseln registriert ist. Inhaber des Unternehmens: Igor Surkis, Präsident und Eigner von Dinamo Kyiv. Die englischsprachige Kyiv Post berichtet jetzt, dass der Ukrainische Fußballverband sich nun selbst an die Strafverfolgungsbehörden in seinem Land gewandt hat - mit der Aufforderung, die Vorgänge um die Uefa-Zahlungen zu untersuchen und dabei auch die Handlungen der früheren Verbandspräsidenten in den Blick zu nehmen. Bei einem handelt es sich um Hryhoriy Surkis, dem älteren der Surkis-Brüder. Auch er war Präsident von Dinamo Kyiv, zudem wurde er mehrmals zum Präsidenten des Verbandes gewählt. Seine Amtszeit endete im Jahr 2012, nachdem in der Ukraine die Europameisterschaft ausgetragen worden war. In dem Statement des Verbandes heißt es auch, dass der Verband seine eigenen Untersuchungen bezüglich der Zahlungen unternommen habe. Dabei habe man herausgefunden, dass Newport die Rolle einer Stiftung gespielt haben soll, über die Gelder für Dinamo Kyiv flossen. Bei Kyiv Post heißt es: "An internal investigation conducted by the Ukrainian Association of Football found that Newport Management Limited was obviously a secret fund of FC Dynamo Kyiv. Thus, according to the text of an additional agreement signed in July 2010, Dynamo Kyiv transferred control over the commercial use of all business areas, including television rights, marketing rights and transfers of players, to Newport but, according to the agreement, Newport is obliged to provide Dynamo with the necessary financing so that the team was competitive and was able to achieve high results in sports."
 
 

BELARUS


EM-Qualifikation: Wappen und Fahnen konfisziert
Vor und während des EM-Qualifikationsspiels Deutschland - Belarus, bei dem wir mit einem Seminar zugegen waren (siehe unten), am 16. November 2019 in Mönchengladbach wurden Fahnen und Schals der belarussischen Fans durch örtliche Ordnungskräfte konfisziert. Teilweise wurden Fans auch des Stadions verwiesen. Die belarussische Presse versuchte in den Tagen danach herauszufinden, wem die Verantwortung für die Handlungen der Ordnungskräfte zuzuschreiben ist bzw. von welchem Verband die Anweisung gegeben wurde, dass es sich bei den rot-weiß-roten Devotionalien mit dem Wappen Pahnoja um "verbotene" Attribute handelt. Hausrecht bei Spielen der Nationalmannschaft hat der DFB. Die Geschichte hinter den Fahnen und dem Wappen ist recht komplex: Das Pahonja war zwischen 1991 und 1995 das offizielle Wappen der Republik Belarus (wie auch der Belarussischen Volksrepublik, die für kurze Zeit 1918 existierte). Das Wappen (wie auch die damalige weiß-rot-weiße Staatsflagge) wurden 1995 in einem umstrittenen Referendum, das von dem autoritären Staatspräsident Aljaksandr Lukaschenka initiiert wurde, durch die heutigen Farben (rot-grün) und ein neues Wappen ersetzt, das sich an das Wappen der Belarussischen Sozialistischen Sowjetrepublik anlehnt. Fakt ist: Weder in Belarus (und schon gar nicht in Deutschland) sind diese Farben bzw. das Symbol verboten. Man sieht sie auch bei Spielen der Nationalmannschaft in belarussischen Stadien, oder auch auf T-Shirts, die Menschen in belarussischen Städten tragen, als Aufkleber auf Autos etc.. Durch Anhänger des belarussischen Regimes wird gerne verbreitet, dass die Farben von Rechtsextremen getragen werden. Tatsächlich sind es die Farben, die von belarussischen Nationalisten bevorzugt werden, aber auch von allen, die sich eine größere Bedeutung der belarussischen Kultur und Sprache und Unabhängigkeit des Landes gegenüber Russland wünschen - und die eine kritische Haltung gegenüber dem Lukaschenka-Regime haben. In belarussischen Medien wie beispielsweise KUKU wurde vermeldet, dass der Belarussische Fußballverband (ABFF) sogar einen offiziellen Brief an den DFB geschrieben habe - mit der Bitte, während des Spiels dafür zu sorgen, dass die besagten Symbole nicht zu sehen seien. Selbes schrieb der Telegramm-Kanal Rodny Futbol, der von den Ultra-Fans der belarussischen Nationalmannschaft betrieben wird. In hitzig geführten Diskussionen in den belarussischen sozialen Medien wurde der DFB beschuldigt, sich zum Handlanger eines autoritären Regimes gemacht zu haben. DIe belarussische Zeitung Nasha Niva wandte sich daraufhin für ein Statement an den ABFF. Der wiederum dementierte, dass er sich in einem offiziellen Brief an den DFB gewandt habe, um die Symbole zu verbieten. Der TV-Sender Belsat kontaktierte daraufhin den DFB, dessen Sprecher Stefan Eiermann folgendes zu Protokoll gab: "Auf einem offiziellen Treffen hat uns der Belarusische Fußballverband darauf hingewiesen, dass es im Stadion zwecks politischer Propaganda bestimmte Symbole und Fahnen benutzt werden. Der Belarusische Fußballverband hat aus diesem Grund darum gebeten, die weiß-rot-weiße Fahnen und das Wappen Pahonia nicht im Stadion zuzulassen. Soweit wir informiert sind, sind das keine offiziellen Symbole von Belarus. Daher haben wir uns dafür entschieden, laut der Richtlinie für Verbote von politischen Symbolen im Stadion zu handeln. Die offizielle Fahne und das Wappen von Belarus waren erlaubt."



Brest bricht die Hegemonie von BATE
Irgendwann kommt wohl jede Dominanz an ihr Ende, auch im Fußball. Seit 2006 holte sich der belarussische Verein BATE Baryssau jede Saison die Meisterschaft. Bis zu diesem Jahr. Der neue Meister heißt Dinamo Brest, was sich in den vergangenen Jahren durch die ambitionierte sportliche und wirtschaftliche Entwicklung (über die wir in unseren Newslettern immer wieder berichtet haben) bereits angedeutet hatte. Bereits am vorletzten Spieltag der Saison, die in Belarus von April bis Anfang Dezember dauert, konnten sich die Blau-Weißen die Meisterschaft mit einem 1:0-Sieg gegen Vizebsk sichern. Am letzten Spieltag schlug man auswärts Dinamo Minsk mit 1:3. Am Ende betrug der Abstand zum Zweitplatzierten BATE fünf Punkte. Für Brest, das von dem Tschechen Marcel Lička trainiert wird, ist es die erste belarussische Meisterschaft. Im Videoblog "Chestnok" gibt es eine Menge Bewegtbilder zur Atmosphäre rund um den Meisterschaftsjubel von Brest. Das Portal Tribuna zeigt zahlreiche Fotos von der Meisterschaftsfeier beim Heimspiel gegen Vizebsk.

 

 

AUS DEUTSCHEN UND INTERNATIONALEN MEDIEN


Präsident Maradona gratuliert zur Meisterschaft
In Belarus hat, wie oben bereits berichtet, eine Fußballrevolution stattgefunden. BATE Baryssau – seit 2006 Serienmeister der höchsten Spielklasse – wurde in dieser Saison von Dinamo Brest überholt. Die Blau-Weißen sicherten sich am vergangenen Wochenende, ein Spieltag vor Saisonende, die Meisterschaft – das erste Mal in ihrer Geschichte. Natürlich gratulierte dazu auch der Vereinspräsident. Manch einer mag es vergessen haben: Aber der heißt tatsächlich immer noch Diego Maradona, der mittlerweile den argentinischen Verein Club de Gimnasia y Esgrima La Plata trainiert. Zur Meisterfeier am Bug ließ sich der Fußballgott allerdings nicht sehen. DPA vermeldete, dass Maradona dem Verein auf Instagramm mit folgenden Worten gratuliert habe: "Ich freue mich sehr, den Spielern, Fans, Managern und Trainern von Dynamo Brest zu ihrer ersten Meisterschaft in der weißrussischen Liga zu gratulieren."



Russlands EM-Teilnahme von Wada-Sanktionen nicht betroffen
Die Welt-Antidoping-Agentur (Wada) will Russlands Sport aufgrund des systematischen Dopings hart sanktionieren. In den deutschen Presse wurde gemutmaßt, dass davon auch die russische Fußball-Nationalmannschaft betroffen und die Teilnahme an der EM 2020 betroffen sein könnte. Bei Tagesschau.de hieß es: "Die Fußball-Europameisterschaft könnte die erste internationale Sportgroßveranstaltung werden, die von den Strafen gegen Russland betroffen ist", schreibt Journalist Panja in seinem Artikel. Dass es Strafen gegen Russland geben wird, ist für Panja "so gut wie sicher", nachdem die Ermittler Beweise dafür gefunden hätten, dass die russischen Behörden Athletenakten manipulierten, um positive Dopingtests zu vertuschen. Darüber hatte auch die ARD-Dopingredaktion um Hajo Seppelt berichtet." Der Spiegel fragte bei der Wada nach. Die Organisation teilte mit, dass die Europameisterschaft von den Sanktionen nicht betroffen sei. Im Text heißt es: "Die Wada sieht die Verantwortung in der Umsetzung einer Bestrafung Russlands bei der Fifa. Somit könnte die Qualifikation zur WM 2022 von der im Raum stehenden Vierjahressperre betroffen sein. Der Weltverband will die Entscheidung der Wada-Exekutive abwarten, bis er "eine mögliche wichtige Entscheidung trifft". Das Internationale Olympische Komitee (IOC) kündigte an, auch die härtesten Sanktionen gegen die Verantwortlichen möglicher Manipulationen zu unterstützen."



Aue und Spartak kooperieren
Wie wir im vergangenen Newsletter berichtet haben, ist Domenico Tedesco seit Oktober Cheftrainer von Spartak Moskau. Anfang November verkündete der deutsche Zweitligaverein Erzgebirge Aue nun eine langjährige Kooperation mit dem russischen Traditionsverein, die höchstwahrscheinlich auf Tedescos Initiative zurückgeht. Denn der war 2017 Cheftrainer bei den Veilchen, bevor er von Schalke 04 abgeworben wurde. MDR.de schreibt zu der neuen Kooperation: "Die Zusammenarbeit kam nach Gesprächen zwischen Aues Vereinspräsident Helge Leonhardt und Spartak-Generaldirektor Tomas Zorn zustande. Die Vereine wollen sich laut einer Auer Pressemitteilung "im sportlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich" austauschen. Weitere Punkte sollen bei einem Treffen in Moskau konkretisiert werden."



Revisisted: Der Europameister von 1960
1960 wurde die Sowjetunion Europameister. Es sollte der einzige internationale Titel bleiben, den der sozialistische Staatenverbund bis zu seinem Ende im Jahr 1990 erringen konnte. Das englischsprachige Portal Russian Football News nimmt die Qualifikation für die EM2020 zum Anlass, sich die Spieler der damaligen Mannschaft anzuschauen und was aus ihnen wurde. Das Tor der damaligen Siegermannschaft hütete Lev Jashin, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Über ihn schreibt Autor James Nickels: "The Black Panther is to this day the only goalkeeper in the world to have won the Balon d’Or and is one of the greatest to have featured between the sticks. He continued to play for Sbornaya until 1967, and hung up his boots for good in 1970 having been at Dinamo Moscow for his entire career – a true one-club man who even turned down a move to Real Madrid. After retiring, Yashin held various roles behind the scenes at Dinamo before passing away due to stomach cancer in 1990. He was given a state funeral as a Soviet Honoured Master of Sport." Über Michail Meshki, den hierzulande nur wenige kennen dürften, heißt es: "Meshki spent his whole career in Tbilisi, for both Dinamo and Lokomotiv. Afterward, he moved to the Avaza Specialized Children’s Football School and taught young kids in the capital how to play until his death in 1991. In 1998, he was voted as the best player in the history of Georgian football."



Shakhtar verurteilt Rassismus
Auch die deutschsprachige Presse griff den Rassismus-Skandal, der sich während des ukrainischen Spitzenspiels Shakhtar Donetsk und Dinamo Kyiv ereignete auf. Die FAZ beispielsweise schrieb: "Für seine wütende Reaktion auf rassistische Beleidigungen ist Kapitän Taison vom ukrainischen Fußball-Meister Schachtjor Donezk auch noch mit einem Platzverweis bestraft worden. Der frühere brasilianische Nationalspieler sah im Punktspiel gegen Dynamo Kiew am Sonntagabend in der 82. Minute die Rote Karte wegen unsportlichen Verhaltens, nachdem er auf Schmähungen von Kiew-Fans mit einer Mittelfinger-Geste reagiert und den Ball wütend auf die Tribüne geschlagen hatte. Mit Tränen in den Augen verließ Taison den Platz, Dynamo-Spieler trösteten ihn. Der 1:0-Erfolg von Tabellenführer Schachtjor geriet dadurch in den Hintergrund. „Rassismus ist eine Schande, wir müssen ihn gemeinsam bekämpfen, jede Minute und jede Sekunde“, sagte Donezk-Trainer Luis Castro im Anschluss an die Partie. „Ich möchte jeden unterstützen, der unter Rassismus leidet und die Jungs, die heute leiden mussten.“ In einer Erklärung teilte Schachtjor mit, dass der Klub sich „jeder Form von Rassismus kategorisch widersetzt“ und fügte hinzu: „Nichts kann rechtfertigen, Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer politischen Ansichten zu beleidigen.“
Die Nachrichtenagentur DPA vermeldete nach dem Vorfall: "Die ukrainische Fußball-Liga hat die rassistischen Beleidigungen gegen den Brasilianer Taison und dessen Teamkollegen "aufs Schärfste" verurteilt und eine Untersuchung der Vorfälle angekündigt."



Ausreiseverbot für Bayer-Fans
Vergangene Woche spielte Bayer Leverkusen in der Champions League gegen Lokomotive Moskau (das Spiel endete 2:0 für die Werkself). Einige Bayer-Fans konnten ihre Reise in die russische Hauptstadt allerdings nicht antreten, da ihnen am Flughafen die Ausreise verweigert wurde. Wie man auf Faszination Fankurve lesen kann, entzog die Bundespolizei 20 Fans ihre Reisepässe. Weiter heißt es im Artikel: „Ca. 20 Bayer-Fans wurde am Flughafen Köln/Bonn die Ausreise verweigert. Entschieden wurde dies laut Aussage der Beamten vom Polizeipräsidium Stuttgart, aufgrund der Vorkommnisse im April diesen Jahres. Obwohl die Stadionverbote bereits auf Bewährung ausgesprochen wurden und die Verfahren noch nicht abgeschlossen sind, wurde allen Beteiligten der Reisepass bis morgen 00:00 entzogen. Unfassbares Vorgehen, welches uns in Leverkusen bisher erspart bleiben durfte. Wir unterstützen die Betroffenen und behalten uns vor gegen die ausgesprochenen Verbote zu klagen!“, heißt es von der Fanhilfe Leverkusen, die Bayer 04-Fans bei Problemen mit Polizei und Justiz unterstützt, zu den Polizeimaßnahmen am Köln/Bonner Flughafen." Erfreulicher war die Nachricht auf der Facebook-Seite von Bayer, in der ein Video gepostet wurde: Darin zu sehen: Alya Sinetskaya, die bereits an unseren Veranstaltungen teilgenommen hat. Sie hat sich um die Bayer-Fans der Werkself in Moskau gekümmert und ein kleines Programm organisiert.



Die Uefa und politisch brisante Spiele
Die Deutsche Welle beschäftigt sich in einem Beitrag mit politisch brisanten Spiel-Konstellationen, die von der Uefa in europäischen Wettbewerben vermieden werden wollen. Insgesamt sind es sechs Paarungen. Im Beitrag heißt es: "Ukraine against Russia (since 2014), Kosovo against Serbia (2016), Bosnia-Herzegovina (2016) and Russia (2019), Armenia against Azerbaijan (2010) and Spain against Gibraltar (2013). These are determined by the UEFA Executive Board - or, if things need to move quickly, by the Emergency Panel, a five-member committee headed by the UEFA President Aleksander Ceferin... In its statement to DW, the football's European governing body noted that the "black list" is not set in stone, pointing to the example of Georgia and Russia, whose clubs and national teams were allowed to meet again in 2014 after UEFA's previous security and safety concerns were eased. While UEFA are able to prevent the blacklisted matches in the group stage, their banned list may not be enforcable once the tournament reaches the knockouts. Such a scenario was almost tested in the 2014-15 Europa League when two Ukrainian clubs (Dnipro and Dynamo Kiev) and Russian outfit Zenit St. Petersburg made the quarterfinals. Had all three made the semifinals, no draw would have been made: the two Ukrainian sides would have played each other and Zenit would have played the other, non-Ukrainian, team. It's not clear what would have happened had Zenit and one of the Ukranians made the final. It didn't come to that after Zenit and Dynamo Kiev fell in the last eight. Sometimes political situations can be helped, at least temporarily, through sport. Perhaps that may even be the case at Euro 2020." 

 

 
IN EIGENER SACHE



Fankultur-Seminar in Köln und Mönchengladbach
Vom 13. bis 18. November 2019 fand im Rahmen des EM-Qualifikationsspiels Deutschland - Belarus in Mönchengladbach und Köln unser Spezialseminar zum Thema Fanarbeit und Fanbegegnung statt, an dem Journalisten, Fans und Vereinsmitarbeiter aus Belarus, Russland und aus der Ukraine teilnahmen. Bereits im Juni dieses Jahres haben wir rund um das EM-Qualifikationsspiel Belarus – Deutschland in Minsk und Baryssau eine Fanbegegnung organisiert. Partner bei dem Workshop war die DFB-Kulturstiftung. Aufgrund der starken Resonanz kam damals schon die Idee auf, auch das Rückspiel in Mönchengladbach für ein derartiges Seminar zu nutzen, was wir jetzt umgesetzt haben. Diese intensive Fanbegegnung fand vom 13. bis 18. November 2019 in Köln und Mönchengladbach statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Journalisten, aktive Fans, Faninitiativen wie League of Tolerance oder Vereinsmitarbeiter wie beispielsweise von Dinamo Minsk, Metalurgh Zaporizhya oder des FK Sochi aus Belarus, aus der Ukraine oder aus Russland. Bei der Organisation wurden wir tatkräftig und ideenreich vom Kölner Fanprojekt und von Britta Klose, Fanbeauftragte beim DFB, unterstützt, wofür wir uns an dieser Stelle bereits ausdrücklich bedanken. Unseren Bericht könnt Ihr HIER lesen.



"Für die, denen der Fußball nicht gleichgültig ist"
Einer unserer russischen Teilnehmer des Seminars in Köln hat nach seiner Rückkehr gleich in die Tasten gehauen und für das Sportportal Sports.ru einen längeren Beitrag über die Stadiontour beim 1. FC Köln und über die Treffen mit den Effzeh-Fans geschrieben. Dazu gibt es auch viele Fotos. In dem Stück heißt es u.a.: "Zusammenfassend möchte ich noch einmal den Organisatoren Peter Liesegang und Ingo Petz meinen Dank aussprechen. Menschen, denen Fußball nicht gleichgültig ist, werden dank ihrer Arbeit etwas über Fußball und Fan-Kultur in Deutschland lernen. Das ganze Seminar wurde in einem Atemzug abgehalten. Neben Köln fuhren wir nach Mönchengladbach, um eine Partie zwischen den deutschen und den belarussischen Nationalmannschaften zu besuchen. Dort besuchten wir auch das Museum des Borussia-Fußballvereins. Nochmals vielen Dank für die hervorragende Organisation und die interessant verbrachte Zeit." 
 
Das war´s! Vorerst, wie gesagt. Wir bedanken uns bei unseren Leserinnen und Lesern und wünschen allen, jetzt schon, ein paar schöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Unser Wunsch ist es, dass Ihr auch ohne uns gen Osteuropa schaut - mit offenen und wachen Augen. Da chutkaj! Do skorogo!


EURE FANKURVE OST